Stadtentwicklung

Bauarbeiten für die Erschließung des Wever-Quartiers beginnen

Luftaufnahme von Bad Hersfeld
Blick von oben: Der Baubeginn auf dem Wever-Areal ist ein wichtiger Meilenstein für die Weiterentwicklung der östlichen Kernstadt von Bad Hersfeld. Foto: Kreisstadt Bad Hersfeld

Seit 2016 setzt sich die Stadt Bad Hersfeld im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ für die Weiterentwicklung der östlichen Kernstadt ein, um diese als attraktiven Wohn-, Arbeits- und Versorgungsort zu sichern und weiter zu qualifizieren.

Bad Hersfeld - Nachdem die Arbeiten am neuen Stadt- und Kreisarchiv im Quartier Antoniengasse in vollem Gange sind, wurden nach einem komplexen Planungsprozess nun auch die Bauarbeiten zur Erschließung des 1. Bauabschnitts im neuen Wever-Quartier beauftragt. 

„Nun wird endlich sichtbar, was wir in den vergangenen Jahren geplant haben. Mit dem Beginn der Erschließung dieses ersten Bauabschnitts erreichen wir einen wichtigen Meilenstein bei der Weiterentwicklung unserer Innenstadt“, sagte Bürgermeisterin Anke Hofmann bei einem vor-Ort-Termin.

Vorgesehen ist zunächst die infrastrukturelle Erschließung eines ersten Bauabschnitts. Vorausgegangen ist eine umfangreiche Planung durch die ARGE schöne aussichten landschaftsarchitekten und aqua geo consult aus Kassel, die mit Behörden, aber auch den Eigentümern im Quartier abzustimmen war. 

Auch wenn zunächst nur ein Bauabschnitt erschlossen wird, musste doch das gesamte Quartier beplant werden, damit später auch der obere zweite Bauabschnitt infrastrukturell sinnvoll an den unteren ersten Bauabschnitt angeschlossen werden kann.

ProjektStadt ist Sanierungsträger und übernimmt Projektsteuerung

Die Projektsteuerung erfolgt durch die ProjektStadt. Die Stadtentwicklungsmarke der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt ist der Sanierungsträger, betreut die Maßnahme von Beginn an, ist für das Projektmanagement und das Fördermittelmanagement verantwortlich und übernimmt während der Bauphase auch die Projektsteuerung.

Der Vorausbau soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein und beinhaltet die Erschließung durch leitungsgebundene Infrastruktur wie Abwasser, Wasser, Strom und Glasfaser. Das größte Bauteil, welches unter der Erde verschwinden wird, ist eine 375 Kubikmeter große Regenwasserzisterne, die Wasser im und für das Quartier sammelt. Das Wever-Areal ist damit als „Schwammstadt“ konzipiert. Zusätzlich gibt es Speicher für die Baumquartiere, die anfallendes Wasser dosiert an die neuen Bäume abgeben werden.

In diesem Jahr werden die Oberflächen im Bereich östlich der Kirche St. Lullus-Sturmius fertiggestellt. Die Erschließungsflächen rund um die neuen Baufelder werden bis zur Errichtung der Gebäude in Baustraßenqualität hergestellt. Der Endausbau erfolgt nach Fertigstellung des Hochbaus voraussichtlich 2028 oder 2029.

Interessierte Investoren für die Baufelder 1 und 2 können sich an die Stadt Bad Hersfeld wenden. Ein erstes Hochbauprojekt wird im Jahr 2026 bereits beginnen: der Neubau des auch öffentlich nutzbaren Gemeindezentrums St. Lullus - ebenfalls ein Projekt aus der Städtebauförderung. Ein Neubau war erforderlich, da das alte Gemeindehaus einer Realisierung des neuen Quartiersplatzes (Lullus-Platz) im Wege stand und abgerissen wurde.