Stadtentwicklung

Lernen von den Besten: Interkommunaler Standort Ortenberg zu Besuch in Schlüchtern

Gruppenfoto mit elf Menschen in Schlüchtern
Interkommunaler Austausch: Eine Delegation der Stadt Ortenberg besuchte die Stadt Schlüchtern, um sich über erfolgreiche Maßnahmen der Innenstadtentwicklung auszutauschen. Foto: ProjektStadt

Echter Mehrwert statt „Nice-to-have“: Gegenseitiger Austausch und Erkenntnisgewinn als Basis für nachhaltige und erfolgreiche Stadtentwicklung

Schlüchtern / Ortenberg – Am 5. Mai 2026 besuchte eine Delegation der Stadt Ortenberg gemeinsam mit Bürgermeister Markus Bäckel die Stadt Schlüchtern, um sich im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Lebendige Zentren“ über erfolgreiche Maßnahmen der Innenstadtentwicklung auszutauschen.

Schlüchtern ist bereits seit 2014 Teil des Förderprogramms und hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte zur Aufwertung der Innenstadt umgesetzt. Ortenberg wurde 2019 in das Programm aufgenommen und ist Teil der interkommunalen Kooperation „Oberes Niddertal“. Beide Kommunen stehen vor ähnlichen Herausforderungen in der Entwicklung ihrer zentralen Stadtbereiche.

Eine besondere Verbindung besteht durch das traditionsreiche Volksfest Kalter Markt, das in beiden Städten ausgerichtet wird. Die Integration dieser Großveranstaltung in die Gestaltung moderner, attraktiver öffentlicher Räume stellt eine zentrale Aufgabe dar. Während Schlüchtern hierfür bereits erfolgreiche Lösungen umgesetzt hat, konnte Ortenberg im Rahmen des Besuchs wertvolle Anregungen für die eigene Planung gewinnen.

Nach der Begrüßung durch den Schlüchterner Bürgermeister Matthias Möller fand zunächst ein fachlicher Austausch statt. Im Anschluss erhielten die Teilnehmenden bei einem Rundgang durch die Innenstadt Einblicke in bereits realisierte Projekte. Besichtigt wurden unter anderem der neugestaltete Stadtplatz, aufgewertete Uferbereiche der Kinzig sowie neu geschaffene Aufenthalts- und Begegnungsorte, die zur Belebung der Innenstadt beitragen. Den Abschluss des Besuchs bildete die Besichtigung des neu errichteten Kultur- und Begegnungszentrums (KUBE). Beim anschließenden gemeinsamen Mittagessen wurde der Austausch in informeller Atmosphäre fortgesetzt.

Nicole Nagel, Projektleiterin für das Projekt in Ortenberg von der ProjektStadt | Integrierte Stadtentwicklung, betonte die Bedeutung solcher Kooperationen: „Interkommunale Zusammenarbeit ist kein ‚Nice-to-have‘, sondern ein echter Mehrwert. Wir lernen voneinander – nicht im Wettbewerb, sondern im Miteinander.“

Auch der Projektleiter für den Standort Schlüchtern, André Fries, ebenfalls ProjektStadt | Integrierte Stadtentwicklung, zog ein positives Fazit: „Was den Tag besonders gemacht hat, war der offene Austausch, die vielen Fragen – und die spürbare Begeisterung für gelungene Projekte.“

„Der Besuch in Schlüchtern verdeutlicht, wie wichtig der interkommunale Dialog für eine nachhaltige und erfolgreiche Stadtentwicklung ist. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen nun in die weiteren Planungen in Ortenberg einfließen – Lernen von den Besten eben“, so Schmitz-Stadtfeld, Leiterin der Integrierten Stadtentwicklung, die die Bürgermeister persönlich begrüßte.